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Die zweite SENS Besprechung: Biologische, soziologische und politische Implikationen von ENS

Besprechung, Los Angeles, 12. August 2001
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Am 12. August 2001 wurde in der UCLA, Los Angeles, eine kleine Besprechung abgehalten, um eine Menge der Konsequenzen durchzusprechen, die sich ergeben würden, wenn wir in ein paar Jahrzehnten vielleicht die nötige  Biotechnologie entwickeln, um alle Schlüsselaspekte des menschlichen Alterns zu heilen. Das Treffen war eine Fortsetzung des "Strategies for Engineered Negligible Senescence" (SENS) vom Oktober. Daher nannten wir es "SENS 2". Die Unkosten wurden von der Maximum Life Foundation großzügig übernommen. (http://www.maxlife.org/)

Nach dem Treffen im Oktober, SENS 1, haben wir einen sehr umstrittenen und provokativen Artikel geschrieben: "Time to Talk SENS: Critiquing the Immutability of Human Aging" (Zeit über SENS zu sprechen: Wir kritisieren die Unabänderlichkeit des menschlichen Alterns.) Er wurde in den Annals of the New York Academy of Sciences veröffentlicht, als Teil des Tagungsbandes zum 9. Kongress der International Association of Biomedical Gerontology. (Hier gibt es mehr Details zu dieser Konferenz, inklusive einem Mitschrieb.) Die hauptsächliche Schlussfolgerung dieses Artikels war es, dass es in 10 Jahren gut möglich sein könnte, dass wir eine zwei Jahre alte Maus nehmen können (die hat noch etwa sechs Monate zu leben) und sie soweit wiederherstellen können, dass sie noch achzehn Monate lang lebt. SENS 2 wurde abgehalten, um die soziologischen, politischen und ethischen Konsequenzen zu diskutieren, die sich ergeben würden, wenn man eine derartige Technologie auf den Menschen übertragen würde. Ausserdem haben wir einige Aspekte der Biologie des Alterns durchgesprochen, die in SENS 1 und dem resultierenden paper nicht genügend zu Geltung kamen.

Außer den drei Teilnehmern, die auch schon bei SENS 1 dabei waren (Aubrey de Grey, Gregory Stock und Chris Heward) kamen noch sieben andere: John Baynes, David Berd, David Gems, Leonard Hayflick, Richard Miller, Huber Warner und John Wilmoth. Die Fachkenntnisse dieser Gruppe umfasste also viele nützliche Gebiete: Glycosylierung, Immunseneszenz, Immuntherapie gegen Krebs, Bioethik der Lebensverlängerung, Demographie des Alterns und öffentliche philantrope Finanzierung von Verjüngungsforschungen. Zudem kamen Steven Coles, David Kekich und Kat Cotter als Beobachter. Wie bei SENS 1 haben alle Teilnehmer einen informellen Überblick über ihr jeweiliges Gebiet gegeben, das dann ausgiebig diskutiert wurde.

Im Gegensatz zu SENS 1 hatten wir nicht die Absicht oder Erwartung, dass wir bei allen Themen völlig einer Meinung sein würden. Die wichtigsten Themen, bei denen wir verschiedener Ansicht waren sind: Die Machbarkeit des vorläufigen Planes, der in SENS 1 gefasst wurde (Die Maus zu verjüngen), die Weisheit, öffentlich Optimismus über die Geschwindigkeit des Fortschritts zu verbreiten, die Gründe für geringe Forschungsgelder in der Biogerontologie und das soziale für und wider menschlicher Verjüngungstherapien. All diese Themen wurden allerdings mit großer Sorfalt und Herzlichkeit behandelt und viele wichtige neue Argumente wurden vorgetragen. Alle Teilnehmer verließen das Treffen mit vielen neuen Gedanken im Kopf. Wenig später ist dann auch ein Manuskript erschienen, dass diese Gedanken enthält. 


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